Gegenspielern auf der Spur

Unter der Federführung des Europa-Rosariums Sangerhausen arbeitet eine Gruppe von sechs Deutschen Rosengärten daran, die biologischen Gegenspieler der Bodenmüdigkeit aufzuspüren.
Folgende Maßnahmen sind bei diesen Versuchen geplant:

  • Pflanzfläche tiefgründig von möglichst allen Wurzelresten befreien.
  • Die Pflanzfläche gründlich lockern und als Bodenstärkungsmittel "Bodenaktivator" von Oscorna (150 g/m²) einarbeiten, auch schon bei der Pflanzlochfüllung möglich. Frisches Erdsubstrat (20 Liter je Pflanze) als Pflanzlocheinfüllung verwenden. Kompost (5 Liter) als Winterabdeckung anhäufeln und im Frühjahr oberflächlich einarbeiten.
  • In den folgenden Jahren jeweils zwei Gießanwendungen (Mai und Juli) mit: Promot WP Trichoderma, 110g/100 Liter Wasser (2 Liter/Pflanze), Vertrieb von Myko Max, Wuppertal
    Rhizo Vital 42 fl (Bacillus amyloliquefaciens) 0,4 ml/Liter Wasser (2 Liter/Pflanze), Vertrieb von Biofarming Systems, Münsingen


Ziel dieser Maßnahmen ist, die bakteriellen und pilzlichen Gegenspieler der bodenmüdigkeit auf der Wurzeloberfläche (Mykorrhizasphäre) zu aktivieren. Die ersten Tastversuche 2012 im Rosengarten Zweibrücken unter der Leitung von Heiko Hübscher zeigten erste Erfolge. Die Versuche werden gefördert von der VDR-Stiftung Europa-Rosarium Sangerhausen, der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V., namhaften deutschen Rosenbaumschulen mit Pflanzenspenden und den Rosengärten in Baden-Baden, Dortmund, der Insel Mainau, dem Europa-Rosarium Sangerhausen, Uetersen und Zweibrücken. 

Klaus-Jürgen Strobel

Zwei verschiedene Versuchsflächen