Geschichte der GRF-Stiftung Europa-Rosarium Sangerhausen

Groß war die Begeisterung, als nach der Wiedervereinigung 1990 das Rosarium in Sangerhausen wieder für alle Rosenfreunde und Rosenexperten des In- und Auslands die Tore öffnen konnte. Für den Verein Deutscher Rosenfreunde (jetzt Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde) war es ein beglückendes Ereignis, endlich wieder ungehinderten Zugang zu dem, von ihm 1903 gegründeten und über die lange Zeit bis 1945 - dem Ende des Zweiten Weltkrieges - engagiert begleiteten, Rosarium zu haben.
Mit dem erhalten gebliebenen Rosensortiment von über 8.000 Arten und Sorten verfügt Sangerhausen nicht nur über ein weltweit einmaliges Rosenmuseum von kulturhistorisch hohem Wert, sondern bietet auch als Rosengenbank ideale Voraussetzungen für eine zielgerechte Nutzung für die ökologische Weiterentwicklung der Rosenzucht.
Diese Roseneuphorie erhielt bedauerlicherweise rasch einen Dämpfer, als es um die Unterhaltskosten des Rosariums ging. Dem Antrag an das Land Sachsen-Anhalt auf Sicherung des Fortbestandes und den zeitgerechten Ausbau des Rosariums war nicht der erwünschte finanzielle Erfolg beschieden.

Der Verein Deutscher Rosenfreunde gründet eine Stiftung.

Um den Willen für eine künftige Förderung und langfristige Begleitung der Entwicklung des Rosariums auf ideelle und finanzielle Weise zu dokumentieren, beschloss die Mitgliederversammlung des VDR 1994 auf dem Deutschen Rosenkongress in Baden-Baden die Gründung einer Stiftung.

Am 3. Juli 1995 wurde vom Regierungspräsidium Karlsruhe die "VDR-Stiftung Europa-Rosarium" mit Sitz in Baden-Baden als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechtes genehmigt und im Stiftungsverzeichnis eingetragen.
Die Stiftung ist gemeinnützig - der Förderung der Pflanzenzucht und wissenschaftlichen Zwecken dienend - anerkannt. Geleistete Spenden sind entsprechend der Steuergesetzgebung abzugsfähig. 
Die Aufgaben der Stiftung sind in einer Satzung festgelegt.

Josef Raff (Ehemaliger Vorsitzender des Stiftungsvorstandes)